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Umkehrfunktion

/mathe/1815/umkehrfunktion

Die Umkehrfunktion einer Funktion ist die Funktion , die jedem Funktionswert sein Argument zuordnet:

und

Achtung: Die Schreibweise hat nichts mit dem Kehrwert zu tun.

Bild

Existenz einer Umkehrfunktion

Für die Funktion rechts im Bild gibt es zwei Punkte auf der gleichen Höhe. Welchen Wert soll die Umkehrfunktion dem Wert zuordnen? Das ist nicht eindeutig, weshalb keine Umkehrfunktion auf der ganzen Definitionsmenge existiert.

Bild

Das bedeutet: Werden bei einer Funktion die Werte aus der Wertemenge mehrmals "getroffen" (z. B. , , ), muss man den Definitionsbereich so einschränken, dass sie jeden Wert aus der Wertemenge nur einmal "trifft". Anschließend kann man die Umkehrfunktion bilden.

Der Definitionsbereich der Funktion wurde eingeschränkt, sodass jedem Wert der Definitionsmenge genau ein Wert der Wertemenge zugeordnet wird.

Das erkennt man daran, dass jede beliebige Parallele nur noch einen Schnittpunkt hat.

Bild

Definitions- und Wertemenge

Beim Umkehren vertauschen sich Definitions- und Wertemenge. Die Definitionsmenge von ist die Wertemenge von und die Wertemenge von ist die Definitionsmenge von .

Bilden der Umkehrfunktion

Im einfacheren Fall lässt sich die Gleichung nach auflösen. Der Term auf der anderen Seite entspricht dann dem Funktionsterm der Umkehrfunktion.

Es gibt aber Fälle, in denen die Umkehrfunktion sich nicht finden lässt. Viele Funktionen werden aber auch direkt als Umkehrfunktionen definiert (siehe "Spezielle Umkehrfunktionen").

Beispiel

Bilden der Umkehrfunktion von

Bestimmen der Definitionsmenge:

Gleichungsumformung

Nach x auflösen

Umformung: +1

Umformung: \cdot\left(x+2\right)

  ist erlaubt, da

  Damit das erlaubt ist, muss

Umformung: -2

Graph der Umkehrfunktion

Der Graph der Umkehrfunktion ist der Graph von , gespiegelt an der Winkelhalbierenden des 1. und 3. Quadranten.

Umkehrfunktion als Spiegelung an der Winkelhalbierenden

Spezielle Umkehrfunktionen