Edelgase (auch inerte Gase oder Inertgase) sind alle Elemente der 8. Hauptgruppe im Periodensystem, also Helium, Neon, Argon, Krypton, Xenon, Radon und das künstlich erzeugte Ununoctium.

Warum heißen Edelgase Edelgase?
Das Wort Edelgase wurde parallel zu den Edelmetallen gebildet. Diese oxidieren kaum (also rosten beispielsweise nicht) und werden deswegen gerne für edlen Schmuck verwendet. Als man Gase fand, die unter Normalbedingungen überhaupt keine chemischen Bindungen eingingen, war der Begriff "Edelgase" schnell geboren.
Eigenschaften
Die Edelgase besitzen untereinander relativ einheitliche Eigenschaften. Diese sind:
- Farb- und geruchlos
- Liegen als einatomige Gase vor (und nicht als Moleküle)
- Sie sind aufgrund der EdelgaskonfigurationNicht sehr reaktivbesitzen eine voll besetzte Schale bzw. Orbitalbesitzen 8 Valenzelektronen
- Geringe Schmelz- und Siedetemperaturen
Verwendung
Verwendet werden die Edelgase im chemischen Labor aufgrund ihrer geringen Reaktivität als Schutzgas (bspw. beim Schweißen).
Auch eignen sich die Edelgase aufgrund ihrer niedrigen Siedetemperaturen hervorragend als Kühlmittel.
Sicher kennst du auch die "Neonröhre" mit ihrem besonderen Leuchten. Wenn man an die Edelgase eine gewisse Spannung anlegt, gibt jedes eine charakteristische Farbe ab.

Quelle: Alchemist-hp, CC BY-NC-ND 3.0, Wikimedia Commons
Vorkommen
Alle Edelgase, außer Ununoctium, kommen in der Natur vor. Allerdings sind ihre Häufigkeiten sehr unterschiedlich.
In unserer Erdatmosphäre kommt nur Argon mit einem nennenswerten Gehalt von fast 1% vor. Krypton, Xenon und Radon zählen hingegen zu den seltensten Elementen auf der Erde.
Betrachtet man das gesamte Universum, so ist Helium das zweithäufigste Element überhaupt (direkt nach Wasserstoff).
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